Zivilschutz

Vernetzungstreffen bei Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Vom 3. bis 5. Juli 2017 fand in Genf das 15. Treffen des "Netzwerks für Notfallvorsorge und Assistenz im Falle radiologischer Notfälle" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) statt. Unter den rund 100 Expertinnen und Experten aus 29 Ländern waren auch Vertreter der Zivilschutzschule des Innenministeriums.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betreibt ein globales Netzwerk von Einrichtungen, das sich mit der Versorgung von Betroffenen nach Strahlenunfällen befasst. Dieses Netzwerk namens REMPAN (Radiation Emergency Medical Preparedness and Assistance Network) soll die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation dabei unterstützen, nationale Kapazitäten im Hinblick auf die Notfallmedizin und öffentliche Gesundheit bei Strahlenunfällen aufzubauen.

Seit Juni 2017 ist die Zivilschutzschule des Innenministeriums (Referat II/13/d "Bevölkerungs- und Zivilschutzausbildung") in dieses Netzwerk eingebunden. Es hat den Status einer "Liaison Institution", das sind informelle Partner, die von "Collaboration Centers" der WHO koordiniert werden. Die Zivilschutzschule ist die erste österreichische Einrichtung mit diesem Status.

Das REMPAN-Koordinationstreffen findet alle drei bis vier Jahre statt. Dort werden die aktuellsten Themen und Forschungsergebnisse der WHO und weiterer wichtiger internationaler Organisationen im Strahlenschutz, wie der IAEA (Internationale Atomenergie-Organisation), besprochen. Die Themen dieses Koordinationstreffens umfassten unter anderem Erfahrungsberichte über die Bewältigung von Strahlenunfällen aus verschiedenen Ländern, Bewältigung der Situation in Fukushima, Forschungsergebnisse zur Jod-Blockade (Dosierung von Jodtabletten) und Risikokommunikation bei Strahlenunfällen.

"Die Teilnahme an diesen Koordinationstreffen ist eine günstige Gelegenheit, aktuellste Informationen aus dem Bereich des internationalen Strahlenschutzes zu erhalten und die Vernetzung mit anderen Expertinnen und Experten im internationalen Bereich weiter auszubauen", sagte der Leiter der Gruppe II/B im Innenministerium (Fremdenpolizei, Zivil- und Katastrophenschutzmanagement), Johann Bezdeka. "Diese Zusammenarbeit mit der WHO ist – nach dem Status als erstes und einziges 'Capacity Building Centre' der IAEA in Europa – bereits die zweite Kooperation der Zivilschutzschule im internationalen Strahlenschutz", sagte Bezdeka.

Zivilschutzschule

Die Zivilschutzschule ist die einzige Ausbildungsstelle Österreichs, die nach ÖNORM S 5207 für die Ausbildung von Interventionspersonal bei radiologischen Notstandssituationen zertifiziert ist. Außerdem ist sie eine akkreditierte Ausbildungsstelle nach der "Allgemeinen Strahlenschutzverordnung". Weiters gehören die Aus- und Fortbildung der Gefahrstoffkundigen Organe (GKO) sowie die Ausbildung von Führungskräften im Rahmen des Staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements (SKKM) zu den Aufgaben der Zivilschutzschule. Seit Herbst 2016 ist die Zivilschutzschule das erste und bisher einzige "Capacity Building Centre" (CBC) der IAEA innerhalb Europas.

In Genf fand das 15. Treffen des "Netzwerks für Notfallvorsorge und Assistenz im Falle radiologischer Notfälle" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) statt.
©  BMI/Almira Geosev

Artikel Nr: 14910 vom Dienstag, 11. Juli 2017, 12:14 Uhr
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