Auszeichnung

Auszeichnung für Blaulichtorganisationen

Am 1. Dezember 2017 wurde in Grafenegg zum ersten Mal der österreichische Sicherheitspreis verliehen. Vergeben wurde der Preis in insgesamt sieben Kategorien, neben der Polizei waren zehn weitere Organisationen eingebunden.

"Sicherheit geht jeden etwas an, aber ganz speziell sind es unsere Blaulichtorganisationen, unsere Freiwilligen und viele Einzelpersonen, die sich darum kümmern. Diese Personen wollen wir heute vor den Vorhang holen", sagte Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka. "Wir wollen unsere Freiwilligen auch dadurch unterstützen, dass wir ihre Arbeit wertschätzen. Darum haben wir auch ganz bewusst diesen Preis ausgelobt."

Das Thema Sicherheit sei ihr ein Herzensanliegen, sagte Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner. In den letzten Monaten sei es in Niederösterreich gelungen, in diesem Bereich wichtige Akzente zu setzen, verwies sie etwa auf das Sicherheitspaket mit 1.150 Neuaufnahmen und 700 neuen Planposten für Niederösterreich. Niederösterreich sei "vom drittsichersten zum zweitsichersten Bundesland geworden", sagte Mikl-Leitner.

Neben der Polizei waren der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ), die ÖAMTC-Flugrettung, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hospitaldienst Austria, Notruf 144 NÖ, der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD), der Österreichische Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV), das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK), die Österreichische Wasserrettung (ÖWR), und der Österreichische Zivilschutzverband (ÖZSV) in die Preisverleihung eingebunden.

Auszeichnungen in sieben Kategorien

Der österreichische Sicherheitspreis wurde in insgesamt sieben Kategorien verliehen. Der Preis für die "Gelebte Sicherheitspartnerschaft" ging an das Projekt "Mit Teamwork für mehr Sicherheit im alpinen Gebiet", getragen von den Sicherheitspartnern ÖBRD, ÖHR, Alpinpolizei, Flugpolizei CFV, ÖAMTC-Flugrettung und ÖBH. Der Preis in der Kategorie "Digitale Sicherheit" wurde an Daniel Buchberger, Referent im "Cybercrime Competence Center" vergeben. Buchberger entwickelte ein Gerät, das Sperrmechanismen von mobilen Geräten zu "cracken" versucht und den Sicherheitsbehörden Zugriff auf die Daten ermöglicht. Der Preis für die "Rettungsaktion des Jahres" ging an einen fünfjährigen Lebensretter aus Kärnten. Nach einem Autounfall ging der Bub rund eineinhalb Kilometer zum nächsten Bauernhof, um Hilfe für seine schwer verletzte Mutter zu holen. Die Auszeichnung wurde stellvertretend von dem Polizisten Alexander Lueder übernommen.

Im Bereich der Sicherheitsprävention wurde das Projekt "Bundesweites Netzwerk Extremismusprävention und Deradikalisierung" des Referates Prävention des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) mit Leiter David Blum prämiert. Der Sonderpreis des Bundeslandes Niederösterreich als Gastgeber ging an die Feuerwehren Alland, Heiligenkreuz und Klausen Leopoldsdorf für den professionellen Einsatz der freiwilligen Feuerwehrleute im Zuge eines besonders schweren Unfalles auf der A21 bei Alland. Die Auszeichnung für das "Lebenswerk" ging an Rudolf Niebler, Bereichsbeauftragter für den Bereich Niederösterreich der Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich, für sein herausragendes Engagement. Niebler war unter anderem federführend an der Etablierung der semiautomatischen Defibrillation beteiligt. Der Titel "Sicherheitsheld des Jahres ging an das Team der Bergrettung Gosau aus Oberösterreich mit Einsatzleiter Christian Egger für die Rettung eines 45-jährigen deutschen Alpinisten fünf Tage nach dessen Verschwinden.

Über den österreichischen Sicherheitspreis

Der österreichische Sicherheitspreis wurde 2017 ins Leben gerufen. Er zeichnet Blaulichtorganisationen und Freiwilligenarbeit in sieben Kategorien aus. Nach dem Auftakt in Niederösterreich soll die Veranstaltung künftig jedes Jahr in einem anderen Bundesland ausgetragen werden. Auch in Zukunft werden die siegreichen Teams mit der Trophäe der New Design Universität St. Pölten in Gestalt eines Blaulichts und den außergewöhnlichen Medaillen ausgezeichnet. Organisiert wurde der Sicherheitspreis 2017 vom KSÖ (Kuratorium Sicheres Österreich) und dem "echo medienhaus" in Kooperation mit dem ORF und der Kronen Zeitung.

Wolfgang Sobotka, Johanna Mikl-Leitner und Günther Ofner bei der Verleihung des ersten österreichischen Sicherheitspreises
©  echo medienhaus/Arman Rastegar
Der Preis für die "Gelebte Sicherheitspartnerschaft" ging an die Sicherheitspartner ÖBRD, ÖHR, Alpinpolizei, Flugpolizei CFV, ÖAMTC-Flugrettung und ÖBH.
©  echo medienhaus/Arman Rastegar

Artikel Nr: 15360 vom Dienstag, 05. Dezember 2017, 09:38 Uhr
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