Sicherheitsakademie

Jahresfeier: Radikalisierungsprävention

Das Programm zur Radikalisierungsprävention der Sicherheitsakademie feierte am 25. Juni 2018 sein einjähriges Bestehen. Der Schlüssel zum Erfolg des Projektes ist die behördenübergreifende Vernetzung.

Auf Initiative der Sicherheitsakademie (SIAK) schlossen sich Polizei, Stadtschulrat und Jugendamt zusammen, um gemeinsam gegen die Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen zu kämpfen. Am 25. Juni 2018 feierten die beteiligten Organisationen das einjährige Bestehen des Programmes zur Radikalisierungsprävention in der SIAK in Wien. Das Herzstück des Projektes ist die Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen, wie Sozialarbeiter, Lehrer und Polizisten, die die Verknüpfung verschiedenster Erfahrungen im Umgang mit der Radikalisierung ermöglicht.

Gemeinsam gegen Radikalisierung

"Das Projekt lebt von der behördenübergreifenden Vernetzung", betonte der stellvertretende Leiter des Zentrums für internationale Angelegenheiten der SIAK, Oberst Peter Lamplot, MA. Durch die Sensibilisierung unterschiedlicher Berufsgruppen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, werde ein niederschwelliger Zugang ermöglicht und die Betroffenen in der Breite erreicht, ergänzte Lamplot, der die gute Zusammenarbeit in Vertretung von SIAK-Direktor Mag. Dr. Norbert Leitner hervorhob. "Wir werden das Problem nicht alleine lösen können, wir müssen uns zusammentun", betonte auch der Leiter der MA 11 der Stadt Wien (Amt für Jugend und Familie), Mag. Johannes Köhler, den Gründungsgedanken des Projektes. Unter den Ehrengästen waren außerdem der Direktor des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Mag. Peter Gridling, Pflichtschulinspektor Patrick Wolf in Vertretung des Bildungsdirektors der Stadt Wien und die beiden stellvertretenden Leiter des Bildungszentrums der Sicherheitsakademie Wien, Major Thomas Losko und Oberstleutnant Siegfried Sautner-Burkheiser. Besonders hervorgehoben wurde von den Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Organisationen die Arbeit von Chefinspektor Mario Krebs, der in seiner Funktion als Projektleiter viele Brücken zu unterschiedlichen Organisationen geschlagen habe und das Projekt zu einem organisations- und mittlerweile auch länderübergreifenden Erfolgsmodell vorantreiben konnte. "Ich freue mich, dass wir das Train-The-Trainers-Programm mittlerweile in ganz Österreich durchführen können", sagte Krebs.

Internationales Best-Practice-Modell

"Auch der internationale Austausch ist gerade im Bereich der Radikalisierung, die so viele unterschiedliche Länder betrifft, essenziell. Uns geht es aber nicht nur darum, Ideen aus anderen Ländern aufzugreifen und bei uns umzusetzen, sondern es ist genauso wichtig, diese europaweit einzigartige Kooperation in möglichst vielen Ländern bekannt zu machen", betonte Lamplot den länderübergreifenden Mehrwert des Projektes in seiner Funktion als Generalsekretär der AEPC (Association of European Police Colleges). Projektleiter Mario Krebs ist im Rahmen der AEPC europaweit mit Expertinnen und Experten im Bereich der Radikalisierungsprävention vernetzt und stellte den Kontakt zu internationalen Organisationen her, die in diesem Bereich tätig sind. Im Oktober 2017 wurden in Prag bereits 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun unterschiedlichen Ländern geschult. Im November 2017 fand an der Polizeiakademie Belgrad ein Training für Polizeilehrer und Vertreterinnen und Vertreter der Anti-Terroreinheit und des Jugendamtes in Serbien statt. Zahlreiche weitere Anfragen liegen vor.

Das Programm zur Radikalisierungsprävention der Sicherheitsakademie feiert sein einjähriges Bestehen.
Foto: ©  SIAK
Internationales Best-Practice-Modell: Im Oktober 2017 wurden in Prag Teilnehmer aus neun verschiedenen Ländern geschult.
Foto: ©  SIAK

Artikel Nr: 16036 vom Mittwoch, 27. Juni 2018, 11:17 Uhr
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