Polizei und SKKM

Neue Herausforderungen für Einsatzkräfte

Am 29. Juni 2017 fand im Innenministerium der vierte Workshop der Initiative "Polizei & SKKM" statt. Themen waren u. a. ein Erfahrungsbericht zum Anschlag in Stockholm im April dieses Jahres, bei dem ein Lkw in eine Menschenmenge gesteuert und vier Menschen getötet und mehrere Personen verletzt wurden.

Auf Betreiben des Innenministeriums wurde 2016 die Initiative "Polizei & SKKM" (Staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagement) gestartet. Ziel ist, die Zusammenarbeit der Polizei, Rettung und Feuerwehr auf neue Bedrohungsszenarien bei Großschadenslagen abzustimmen und bestmögliche Sicherheitsvorkehrungen für die Einsatzkräfte zu treffen.

Vor dem Hintergrund der Aufgabenbereiche des Einsatzkommandos Cobra/Direktion für Spezialeinheiten (EKO Cobra/DSE) sowie des Krisen- und Katastrophenschutzmanagements gab es seit dem Frühjahr 2016 mehrere Fachveranstaltungen. Wichtig war dabei, das Zusammenspiel der Einsatzorganisationen am Einsatzort zu optimieren und eine Sensibilisierung hinsichtlich der Gefahrenpotenziale für ersteintreffende Kräfte zu bewirken.

Im Zentrum des vierten Workshops am 29. Juni 2017 im Innenministerium stand ein Erfahrungsbericht zum Anschlag in Stockholm im April dieses Jahres, bei dem ein Lkw in eine Menschenmenge gesteuert wurde und dadurch vier Menschen getötet und mehrere Personen verletzt wurden. Dazu sprachen aus Schweden der Einsatzleiter der Stockholmer Feuerwehr, Tomas Strandman, sowie der Stabsleiter der Stadt Stockholm, Ola Slettenmark, die sehr persönliche und anschauliche Einblicke in den herausfordernden Einsatz gewährten.

"Die komplexe Lage machte es notwendig, veraltete Strukturen und Denkweisen aufzubrechen und flexible Entscheidungen zu treffen. Diese Triebkraft soll nun dabei helfen, vorhandene Mechanismen zu überdenken und gegebenenfalls neue Methoden zu entwickeln", sagte Tomas Strandman.

Abgerundet wurde der Workshop durch einen Bericht des Bundesrettungskommandanten des Österreichischen Roten Kreuzes, Gerry Foitik, der über die bei seinen Studienaufenthalten in Israel und Libanon gewonnenen Erkenntnisse berichtete.

An dem Workshop nahmen mehr als 60 Vertreterinnen und Vertreter österreichischer Blaulichtorganisationen und Behörden sowie insgesamt 15 Experten und Expertinnen aus Deutschland, der Schweiz, Kroatien, Slowenien, Slowakei, Ungarn sowie der Tschechischen Republik teil. "Der Workshop unterstreicht einmal mehr die Notwendigkeit der internationalen Vernetzung", sagte Mag. Robert Stocker, Leiter der Abteilung II/13 (Krisen- und Katastrophenschutzmanagement) des Innenministeriums, über das große nationale wie auch internationale Interesse an der Veranstaltung.

Tomas Strandman (li.) und Ola Slettenmark (3.v.r.) aus Schweden gaben einen Erfahrungsbericht zum Anschlag in Stockholm im April dieses Jahres.
©  BMI/Andreas Riegler
Mehr als 60 Vertreterinnen und Vertreter österreichischer Blaulichtorganisationen und Behörden nahmen an dem Workshop im Innenministerium teil.
©  BMI/Andreas Riegler

Artikel Nr: 14888 vom Dienstag, 04. Juli 2017, 14:00 Uhr
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