Fremdenpolizei und Grenzkontrollwesen

Einreisebestimmungen für Österreich

Grenzübergang
Grenzübergang © BMI
    • Einreise/Visa
    • Liste der Visumpflichten nach Ländern
    • Dokumente für Fremde

Sollten darüber hinaus Fragen bestehen, kann das Bundesministerium für Inneres, Abteilungen V/6 und V/7, in Fragen betreffend obgenannte Themen unter der

Hotline: +43 1 53126-3557 in der Zeit von 8 bis 12 Uhr erreicht werden.

Achtung: Sofern Sie Fragen zu einem Aufenthaltstitel (beabsichtigter Aufenthalt über sechs Monate) haben, wenden Sie sich bitte an:
+43 1 53126-2744

Grundsätzliches:

Fremde sind Personen, die die österreichische Staatsbürgerschaft nicht besitzen. Auf österreichische Doppelstaatsbürger findet das Fremdenrecht keine Anwendung.

Fremde brauchen für die Einreise, während des Aufenthaltes und für die Ausreise einen gültigen Reisepass (Passpflicht), soweit nicht anderes bundesgesetzlich oder durch zwischenstaatliche Vereinbarungen bestimmt wird oder internationalen Gepflogenheiten entspricht.

Info Achtung:
Auch bei Reisen eines Staatsangehörigen eines Schengenstaates in andere Schengenstaaten ist ein gültiges Reisedokument mitzuführen. EU-Bürger sowie Personen, welche Staatsangehörige von Norwegen, Island und Liechtenstein (EWR-Staaten) sowie der Schweiz sind, erfüllen die Passpflicht in den Mitgliedsstaaten auch mit einem gültigen Personalausweis.
Info Achtung:
Seit 19. Juli 2013 benötigen Drittstaatsangehörige für die Einreise nach Österreich (beziehungsweise in den Schengen-Raum) ein gültiges Reisedokument, welches noch drei Monate über den geplanten Termin der Ausreise aus dem Schengen Raum hinaus gültig ist, sowie innerhalb der letzten zehn Jahre ausgestellt worden sein muss.
Ein Drittstaatsangehöriger, der einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten in Österreich plant, muss daher grundsätzlich bei der Einreise nach Österreich seit 19. Juli 2013 über ein noch mindestens sechs Monate gültiges Reisedokument verfügen.

EU-Staaten:
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern.

Schengenstaaten:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Italien, Griechenland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn sowie die Nicht-EU-Mitglieder Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein.

Datenschutz:
Weiterführende Informationen dazu erhalten Sie im Informationsfolder zum SIS II Deutsch (340,8 KB), englisch (331,2 KB) und bei der Österreichischen Datenschutzbehörde.

Die Einreise in einen Schengenstaat ermöglicht im Normalfall die Reise durch das gesamte Vertragsgebiet ohne weitere Grenzkontrollen. Daher muss an der Schengen-Außengrenze gleichsam stellvertretend für alle Schengen-Mitgliedstaaten die Grenzkontrolle vollzogen werden. Nach den Schengen-Verträgen zulässige Behördenentscheidungen, die einer Person die Einreise verwehren, wirken damit praktisch für den gesamten Schengen-Raum. Um dies zu verwirklichen, war ein spezielles System für den Datenaustausch erforderlich: das Schengener Informationssystem (SIS).

Das Schengener Informationssystem:
Das österreichische Bundesministerium für Inneres betreibt als Datenanwendung den nationalen Teil des Schengener Informationssystems (N.SIS). In dieser Datenanwendung werden Daten von Betroffenen verarbeitet, die für die Erteilung von Einreise- und Aufenthaltstitel und die Grenzkontrolle bei der Einreise in den Schengen-Raum von Bedeutung sind. Darunter fallen etwa österreichische Aufenthaltsverbote oder bestehende Ausschreibungen zur Verhaftung sowie Meldungen über gestohlene Güter (zum Beispiel Pkws) und verlorene Dokumente. Weiters werden an das N.SIS über die SIS-Zentrale in Straßburg (C.SIS) auch Daten der Behörden anderer Schengen-Mitgliedsstaaten übermittelt, die für die Einreise in den Schengen-Raum von Bedeutung sind wie zum Beispiel ein von einer belgischen Behörde verhängtes Aufenthaltsverbot.

Wenn Sie also etwa Probleme bei der Visumerteilung oder bei der Einreise über eine österreichische Grenzkontrollstelle hatten und daher Auskunft über die Daten wünschen, die im N.SIS über Sie verarbeitet sind, wenden Sie sich bitte an das Bundesministerium für Inneres als Betreiber des österreichischen Teils des Schengener Informationssystems.

Bundesministerium für Inneres
Bundeskriminalamt, SIRENE Österreich
Josef Holaubek Platz 1
A-1090 Wien
Telefax: +43 1 24836, DW 985025, 985026 oder 985027
E-Mail:bundeskriminalamt@bmi.gv.at

Informationsbroschüre
Das Bundesministerium für Inneres bietet folgende Informationsfolder zum SIS II an:

Das Visa-Informationssystem (VIS)

Informationen über das Visa-Informationssystem (VIS) können der Homepage der Europäischen Kommission  entnommen werden.

Nationale Behörde gemäß Artikel 41 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 767/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Juli 2008 über das Visa-Informationssystem (VIS) und den Datenaustausch zwischen den Mitgliedstaaten über Visa für einen kurzfristigen Aufenthalt (VIS-Verordnung) ) i.d.g.F. ist das Bundesministerium für Inneres.

Gemäß Artikel 37 der Verordnung (EG) Nr. 767/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Juli 2008 über das Visa-Informationssystem (VIS) und den Datenaustausch zwischen den Mitgliedstaaten über Visa für einen kurzfristigen Aufenthalt (VIS-Verordnung) i.d.g.F. und Artikel 15 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) kann jede Person Auskunft über die im VIS verarbeiteten personenbezogenen Daten verlangen. Das Recht auf Berichtigung besteht nach Maßgabe des Artikels 16 DSGVO. Das Recht auf Löschung besteht nach Maßgabe des Artikels 17 DSGVO.
Nähere Informationen gemäß Artikel 13 und 14 DSGVO finden Sie auf der Datenschutzseite des BMI.

Anträge können an folgende Stelle gerichtet werden:

Bundesministerium für Inneres
Abteilung V/7 (Fremdenpolizei)
Minoritenplatz 9
A-1010 Wien

Info Bitte beachten:
Für eine Auskunft über eigene Daten müssen Sie, um Missbräuche zu verhindern, dem datenschutzrechtlich Verantwortlichen Ihre Identität in geeigneter Form nachweisen. Im Allgemeinen wird dafür der Anschluss einer Kopie eines amtlichen Identitätsdokuments mit eigenhändiger Unterschrift (z.B. Reisepass) an das Auskunftsersuchen für ausreichend erachtet. Das Auskunftsersuchen muss daher schriftlich auf Papier oder per Fax gestellt werden. Telefonische Auskunftsersuchen dürfen ebenso wenig beantwortet werden wie solche, die mit einfacher E-Mail gestellt werden.

Wird die Auskunft nicht oder nicht vollständig erteilt, kann der Auskunftswerber eine Beschwerde an die Datenschutzbehörde gemäß § 24 Abs. 1 Datenschutzgesetz an die österreichische Datenschutzbehörde, 1030 Wien, Barichgasse 40-42, Telefon: +43 1 52 152-0, E-Mail: dsb@dsb.gv.at, erheben.

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