Internationale Zusammenarbeit

Monstranzen nach Diebstahl ausgefolgt

Im Jahr 2018 wurden in Wien drei Monstranzen im Wert von 50.000 Euro gestohlen. Nach umfangreichen Ermittlungen konnten die Kulturgüter in Serbien sichergestellt und im Juni 2020 an die Eigentümer ausgehändigt werden.

Bei einem Einbruch in die St. Severin Kirche 2018 in Wien stahlen unbekannte Täter drei Monstranzen im Wert von 50.000 Euro. Ermittlerinnen und Ermittler vom Büro 5.3 (Verdeckte Ermittlungen) des Bundeskriminalamtes (BK) erhielten am 9. Jänner 2020 einen Hinweis auf einen serbischen Hehler, der die gestohlenen Gegenstände zum Verkauf in Serbien anbot.

Die österreichischen Kriminalisten nahmen über das Verbindungsbeamtenbüro in Belgrad Kontakt mit Ermittlern der serbischen OK-Dienststelle (SBPOK) auf, die sofort mit den Ermittlungen begannen. Schon am Tag darauf konnten die Monstranzen sichergestellt und der Hehler angezeigt werden. Am 17. Juni 2020 wurden die gestohlenen Gegenstände im Beisein des österreichischen Botschafters an Vertreter der St. Severin Kirche übergeben.

An der Aufklärung des Kulturdiebstahls waren Kriminalisten der serbischen OK-Dienststelle (SBPOK) – Fachreferat Kulturgut beteiligt, sowie des Landeskriminalamts Wien, Außenstelle West, Ermittlungsbereich 06 – Eigentumsdelikte, der Büros 2.4.3 – Kulturgutfahndung und 5.3 – verdeckte Ermittlungen des Bundeskriminalamts sowie der Vertreter des österreichischen Verbindungsbeamtenbüros in Belgrad.

Die Monstranzen werden an die Eigentümer ausgehändigt.
Foto: ©  LPD Wien/Bernhard Elbe

Artikel Nr: 17958 vom Montag, 29. Juni 2020, 06:00 Uhr
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