Corona-Virus

KZ-Gedenkstätte Mauthausen bietet ihr Bildungsangebot digital an

Aufgrund des Corona-Virus' musste auch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen den Besucherbetrieb einstellen. Das Team der Gedenkstätte bietet nun digitale Vermittlungsangebote an, die von zu Hause aus genützt werden können.

Jedes Jahr setzen sich mehr als 70.000 Schülerinnen und Schüler in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen mit der Thematik der NS-Verbrechen auseinander. Im Frühling ist traditionell die besucherstärkste Zeit an der Gedenkstätte. Hunderte Schulklassen hätten für die kommenden Wochen einen Rundgang gebucht. Wegen der Corona-Epidemie mussten nun alle Buchungen storniert werden. Vielfach davon betroffen sind Schülerinnen und Schüler der Unter- und Oberstufe sowie auch Lehrlinge.

Da die Gedenkstätte ihrem Bildungsauftrag in der aktuellen Situation am historischen Ort nicht nachgehen kann, wird genau dieser Auftrag ein Stück weit in die digitale Welt ausgelagert, wo alle Interessierten zugreifen können.

"Ich danke dem Team der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, das hier rasch und flexibel reagiert und das Bildungsangebot der Gedenkstätte ins Internet verlegt hat", sagte Innenminister Karl Nehammer. "Damit bietet die Gendenkstätte jungen Menschen die Möglichkeit, sich auch in dieser für uns alle herausfordernden Zeit mit den Gräueln der NS-Zeit auseinanderzusetzen."

Täglich wird auf der Internetseite www.mauthausen-memorial.org sowie auf Facebook und Instagram ein Video zu einem konkreten Ort und zu Themen veröffentlicht, die in Verbindung mit den ehemaligen Konzentrationslagern Mauthausen und Gusen stehen. Zu jedem Kurzvideo steht zudem ein Arbeitsblatt zur Verfügung, das weiterführende Fragestellungen behandelt und zum Recherchieren und Nachdenken animieren soll.

Die Arbeitsblätter stehen Schülerinnen und Schülern von Unter- und Oberstufen zur Verfügung, beinhalten Arbeitsaufträge, die in etwa dreißig Minuten erarbeitet werden können und wertvolle Impulse für eine längerfristige Auseinandersetzung mit relevanten historischen und gegenwärtigen Fragestellungen liefern.

Mit diesem Projekt sollen auch Lehrerinnen und Lehrer bei der Herausforderung unterstützt werden, ihren Schülerinnen und Schülern online Materialien zum Lernen zur Verfügung zu stellen.

Links:

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen bietet ihr Bildungsangebot digital an.
Foto: ©  BMI/Alexander Tuma

Artikel Nr: 17788 vom Dienstag, 24. März 2020, 14:29 Uhr
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