Katastrophenhilfe

Österreich hilft Mosambik nach schwerem Zyklon Idai

Bereits 446 Todesopfer sind nach Angaben von UN-OCHA (UN-Organisation für Katastrophen und humanitäre Hilfe) in Mosambik nach dem schweren Zyklon Idai zu beklagen. Nach einem Hilfsersuchen der Regierung von Mosambik an die Europäische Union bietet auch Österreich dringend benötigte Hilfsgüter an.

Am 14. März 2019 traf der Zyklon Idai, mittlerweile der siebte in der Zyklon-Saison im Südwestindik 2018/2019, auf Mosambik. Er zog eine Spur der Verwüstung durch Mosambik, Simbabwe und Malawi. Besonders betroffen ist in Mosambik die Region rund um die Hafenstadt Beira. Aufgrund der tropischen Depression, die zuvor zu heftigen Überschwemmungen in Mosambik geführt hatte und anschließend im Zyklon Idaira den Höhepunkt gefunden hat, erreichen die Schäden und Verluste in dieser Region ein noch nicht da gewesenes Ausmaß.

Laut UN-OCHA, der UN-Organisation für Katastrophen und humanitäre Hilfe, sind allein in Mosambik 446 Tote zu beklagen, 110.000 Menschen mussten vorübergehend in Notunterkünften untergebracht werden, über 36.000 Häuser sind zerstört, 19.000 teilweise zerstört und über 2.000 Häuser überflutet. Insgesamt wird die Zahl derzeit auf 600.000 obdachlose Menschen geschätzt, denen es am Grundlegendsten mangelt. Aufgrund der katastrophalen hygienischen Lage wurden auch bereits die ersten Cholera-Fälle gemeldet.

Hilfeersuchen an Europäische Kommission

Die Behörden in Mosambik haben sich am 20. März 2019 an die Europäische Kommission mit einem Hilfsersuchen gewandt und um Aktivierung des Europäischen Katastrophenschutzverfahrens gebeten. Dieses Hilfsersuchen hat auch Österreich in der Bundeswarnzentrale im Einsatz-und Koordinationscenter (EKC) des Innenministeriums erreicht.

Das Innenministerium bot neben einem nationalen Experten zur Unterstützung eines EU-Koordinationsteams unter anderem auch 1.000 Kunststoffplanen (Tarpaulins), 1.000 Hygiene Sets ("family hygiene kits") und 1.000 Küchensets ("kitchen sets") an, die dem Standard des "Internationalen Komitees vom Roten Kreuz" (IKRK) entsprechen. Damit können in einer ersten Phase mindestens 1.000 Familien mit den grundlegendsten Utensilien für Hygiene und die Nahrungsmittelzubereitung versorgt werden. Darüber hinaus wird derzeit auch die Bereitstellung von Moskitonetzen, Decken, Schlafsäcken sowie Unterlagsmatten geprüft.

BMI organisiert und finanziert Hilfe

Nachdem die Hilfsgüter angenommen wurden, werden diese derzeit für den Transport vorbereitet und mittels Luftfracht nach Beira in Mosambik transportiert. Dort werden sie den nationalen Behörden zur weiteren Verteilung übergeben. Die Kosten für den Transport der Hilfsgüter werden von der Europäischen Kommission ko-finanziert.

Das Innenministerium organisiert und finanziert diese internationale Katastrophenhilfemaßnahme im Rahmen seiner Zuständigkeit für das "Staatliche Krisen- und Katastrophenmanagement" (SKKM) und die internationale Katastrophenhilfe.

Über 110.000 Menschen mussten in Mosambik nach dem verheerenden Zyklon Idai vorübergehend in Notunterkünften untergebracht werden.
Foto: ©  UN-OCHA/Saviano Abreu

Artikel Nr: 16853 vom Mittwoch, 27. März 2019, 11:00 Uhr
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