Internationale Zusammenarbeit

38 Spezialeinheiten schließen sich mit Europol zusammen

Innenminister Herbert Kickl unterzeichnete am 10. Oktober 2018 in Den Haag eine Vereinbarung, die den Strafverfolgungsbehörden neue Möglichkeiten beim EU-weiten Kampf gegen Verbrechen bietet.

Das Abkommen regelt eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Europol und dem ATLAS-Netzwerk. Ein ständiges Unterstützungsbüro in Den Haag dient dazu als Koordinationsstelle. Europol ist die Polizeibehörde der Europäischen Union, ATLAS eine Kooperationsplattform von 38 Spezialeinheiten der 28 EU-Mitgliedsstaaten und assoziierten Ländern, der Schweiz, Norwegen und Island.

Reaktion der EU gegen Bedrohung von kriminellen Gruppen

Da die Europäische Union zunehmend Bedrohungen durch organisierte kriminelle Gruppen und Terroranschläge ausgesetzt ist, die von religiösen, links- und rechtsextremen Ideologien inspiriert sind, soll diese Zusammenarbeit von Europol und ATLAS als eine wirksame Reaktion der Strafverfolgungsbehörde gegen Verbrechen verstanden werden.

"ATLAS und Europol zusammenzubringen ist ein wichtiger Schritt des EU-Vorsitzes Österreichs. Die Sondereinheiten müssen im Krisenfall in der Lage sein, einander grenzüberschreitend zu unterstützen," sagte Innenminister Herbert Kickl, der das Abkommen als Vertreter der Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union gemeinsam mit dem ATLAS-Vorsitzenden Bernhard Treibenreif und der Exekutivdirektorin von Europol, Chatherine De Bolle, mit seiner Unterschrift auf den Weg brachte.

Außergewöhnliches Projekt in Umsetzung

Da Österreich derzeit den EU-Vorsitz innehat, ist Innenminister Kickl auch der politische Chef der Sondereinheit ATLAS. Die Organisation wurde nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gegründet. Vom 8. bis 11. Oktober fanden in sieben europäischen Regionen Antiterrorübungen von ATLAS statt.

Innenminister Herbert Kickl betonte in seiner Rede vor den ATLAS-Kommandanten, Europol-Vertretern und internationaler Presse, dass hier ein außergewöhnliches Projekt in Umsetzung sei. "Es ist eine eindrucksvolle Leistungsschau unserer Stärke, die zeigen soll, wie entschlossen unser Kampf gegen den internationalen Terrorismus und gegen kriminelle Organisationen ist. Die Komplexität der Herausforderungen wächst, da müssen die richtigen Antworten her", sagte Kickl. Das in Den Haag eröffnete Büro soll den Informationsaustausch erleichtern und ein schnelleres Eingreifen der Sicherheitskräfte ermöglichen.

Innenminister Herbert Kickl beim Besuch am  10. Oktober 2018 in Den Haag.
Foto: ©  BMI/ Stefan Leiner

Artikel Nr: 16318 vom Donnerstag, 11. Oktober 2018, 09:31 Uhr
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