Sondereinheiten

Schnelle Interventionsgruppen und Bereitschaftseinheit in Bundesländern ab Herbst 2021

Ab Herbst 2021 sollen 900 Polizistinnen und Polizisten in allen Bundesländern außer Wien in Form von Schnellen Interventionsgruppen und Bereitschaftseinheiten im Einsatz sein. Das Vorbild für die Schnellen Interventionsgruppen lieferte die Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA).

Ab 1. November sollen in den Bundesländern Schnelle Interventionsgruppen (SIG) der Polizei im Einsatz sein. Vorbild für diese neue Organisationsstruktur sind die Sektorstreifen der WEGA. Dazu kommen ab 1. September Bereitschaftseinheiten. Details des Konzepts wurden am 30. Juni 2021 vorgestellt. Österreichweit werden die SIG und die Bereitschaftseinheiten in der halbjährigen Testphase etwa 900 Beamtinnen und Beamte umfassen.

"Vorbild ist das ‚Best-Practice-Modell‘ der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung", sagte deren Kommandant Ernst Albrecht, das seit über 50 Jahren gut funktioniere. Auch die Wiener Bereitschaftseinheit ist seit ungefähr zehn Jahren tätig. Das Ziel ist, dass bei "Großlagen" Kräfte, die aufeinander eingespielt sind, sehr zeitnah vor Ort sein können. Bei "problematischen Tätern" und bei Terroreinsätzen sollen die ersten Kräfte in 20, 25 Minuten einer solchen Entwicklung vor Ort sein.

Das laut Albrecht bereits international als Vorbild genutzte Konzept - der WEGA-Kommandant nannte unter anderem Deutschland, Schweden, Ungarn und Teile Großbritanniens - soll nun in Österreich flächendeckend umgesetzt werden. Entscheidend sei eine kurze Reaktions- und Vorlaufzeit und die flächendeckende Streifentätigkeit, wie das die WEGA in Wien bereits mit ihren Sektorstreifen vorexerziert. "Man darf nicht vergessen, dass das Gegenüber auch auf unsere Präsenz reagiert und es sich vielleicht überlegt, im Bewusstsein, dass da Polizeikräfte mit einem anderen Ausbildungsstand am Ort sind, die in bestimmten Situationen auch gelassener reagieren", erläuterte Albrecht.

Für die SIG in Österreich und die Bereitschaftseinheiten sind in der Testphase rund 900 Beamtinnen und Beamte veranschlagt, wobei erstere mit fixem Personal tätig sein werden, letztere wie in Wien nach dem Rotationsprinzip besetzt und nur die Führungskräfte fix sein werden. Die geplante Personalstärke teilt sich etwa je zur Hälfte auf beide Einheiten auf.

Die Ausbildung wird laut Albrecht von einem Triumvirat aus Einsatztrainern des Innenministeriums, der Direktion für Spezialeinheiten und WEGA betrieben und wird für die SIG-Kräfte neun intensive Wochen dauern.

"Ab Herbst 2021 stehen österreichweit 900 Polizistinnen und Polizisten in den Schnellen Interventionsgruppen und Bereitschaftseinheiten bereit", sagte Innenminister Nehammer.
Foto: ©  BMI / Schober

Artikel Nr: 18784 vom Freitag, 2. Juli 2021, 08:13 Uhr
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