Polizei

Akutversorgung: Flugpolizei übt gemeinsam mit AUVA-Traumazentren

Bei Übungen zwischen der Flugpolizei des Innenministeriums und den AUVA-Traumazentren Meidling und Lorenz Böhler am 17. und 18. Mai 2022 wird auch die Vernetzung der Katastrophenversorgung geübt.

Im Rahmen einer Übung am AUVA Traumazentrum Meidling am 17. Mai 2022 wird die Zusammenarbeit zwischen der Flugpolizei des Innenministeriums und den Traumazentren der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) trainiert und mögliche Unterstützungsleistungen der Flugpolizei im Krisenfall beübt.

"Die enge Vernetzung zwischen allen Akteuren in der Katastrophenversorgung und vor allem regelmäßige gemeinsame Übungen sind ein wesentlicher Garant für den Einsatzerfolg im Ernstfall", so Innenminister Gerhard Karner.

Sieben Bedienstete der Flugpolizei und rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Traumazentrums Meidling werden an der Übung teilnehmen. Der erste Teil der Übung besteht aus einer Hubschrauberlandung und Präsentation möglicher Unterstützungsleistungen durch die Flugpolizei. Anschließend findet ein Anschauungsunterricht mit Erklärung zu Drohnenflug und Einsatzmöglichkeiten ("Unmanned Aerial Vehicle" – UAV) statt.

Die Flugpolizei als Einsatzkomponente im Krisenfall

Die österreichische Flugpolizei hat eine wichtige Bedeutung in der Flugrettung. Sie ist grundsätzlich zur Rettung von unverletzten Personen aus unwegsamem Gelände sowie zur Bergung von Toten zuständig. Auch Suchflüge fallen in das Aufgabengebiet der Flugpolizei. Die Hubschrauber sind dazu mit Wärmebildkameras und dem F.L.I.R. System (Forward Looking InfraRed) ausgestattet. Die Stützpunkte der Flugpolizei sind auf ganz Österreich verteilt.

Im Jahr 2021 absolvierte die Flugpolizei insgesamt 4.796 Gesamteinsätze mit über 6.000 Flugstunden. Dazu gehörten FLIR–Einsätze bei Nacht, Suche nach Abgängigen, Bergungen von Unverletzten, Fahndungseinsätze / polizeiliche Erhebung und Brandbekämpfung. Immer mehr an Bedeutung gewinnen Einsätze mit Drohnen. Das "Unmanned Aircraft System" (UAS) der Flugpolizei wird für Einsätze mit Sonderlagen und Einsätze über dicht besiedeltem Gebiet oder polizeilich abgesperrtem Gebiet herangezogen. Im vergangenen Jahr gab es über 1.500 Einsätze, vor allem im Bereich der Lagebeobachtung und Assistenz in der Brandbekämpfung.

Symbolbild.
Foto: ©  BMI/Makowecz

Artikel Nr: 19622 vom Sonntag, 15. Mai 2022, 20:25 Uhr
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