E-Learning

Hate Crime: Sensiblen Stoff modern vermitteln

Eine neue Serie über digitale Bildung im Innenressort stellt laufend E-Learning-Angebote der Sicherheitsakademie vor. Den Anfang macht das neue E-Learning "Hate Crime", das im August 2020 implementiert wurde und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung steht. Über 22.000 Bedienstete haben dieses Angebot bisher in Anspruch genommen.

Hassverbrechen oder "Hate Crime" beschäftigen unsere Gesellschaft und betreffen Menschen aus allen Bereichen des Lebens. Seit vergangenem Jahr protokolliert die Polizei "Hate Crime" auch als Motiv bei Straftaten. Diese Möglichkeit bietet die Grundlage, um Straftaten dokumentieren und auswerten zu können, denen abwertende Vorurteile zu Grunde liegen.

Die Herausforderung besteht darin, Beamtinnen und Beamte im Innenressort zu schulen und für das Thema zu sensibilisieren. Die Abteilung für Grund- und menschenrechtliche Angelegenheiten (III/10) im Innenministerium erstellte deswegen gemeinsam mit dem E-Learning-Center (ELC) der Sicherheitsakademie eine digitale Schulung, bei der Erschwerungsgründe sowie spezielle Delikte wie Beleidigung oder Verhetzung im Fokus der Bemühungen standen.

Sensibilisierung in drei Modulen

Im ersten Modul werden wichtige Fragen geklärt: Was ist Hate Crime? Wie grenzt es sich von anderen Straftaten ab? Welche Gruppen sind besonders schutzwürdig? Was sind die Auswirkungen von Hate Crime?

In zweiten Modul liegt der Fokus auf den Rechtsgrundlagen, dem Erkennen von "Hate Crime" sowie Opferschutz und häufigen Anzeichen von Vorurteilen. Im dritten Modul werden die Auswirkungen auf die Polizeiarbeit behandelt, Fallbeispiele und das Erfassen im Protokoll erklärt.

Digitale Bildung mit traditionellen Schulungsmethoden verbinden

Als effektivster Weg der Schulung wurde "Blended Learning" gewählt, eine Lernform, bei der Präsenzveranstaltungen mit einem digitalen Bildungsangebot verbunden werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden "frontal" geschult, aber eignen sich auch Wissen im Selbststudium an.

Zuerst fand im September 2020 eine Schulung statt, bei der Exekutivbedienstete teilnehmen, die in ihrer Abteilung als Ansprechpartner und Multiplikatoren fungieren und in Kontakt mit NGOs stehen, beispielsweise mit Vertreterinnen und Vertretern vom WEISSEN RING. Diese 207 Bediensteten führen seitdem Schulungen in Form von PI-Abteilungsschulungen durch, bei denen alle Teilnehmenden die drei E-Learning-Module absolviert haben müssen.

"Es lohnt sich, E-Learning-Schulungen vor dem Präsenzunterricht durchzuführen, um danach auf das Basiswissen aufbauen zu können. Da wir im E-Learning eine Vielzahl an Dokumenten eingebaut haben, haben Interessierte die Möglichkeit, sich vertiefendes Wissen anzueignen", sagt Johanna Eteme, Abteilungsleiterin für Grund- und menschenrechtliche Angelegenheiten im Innenministerium zur Nutzung von E-Learning in der Aus- und Fortbildung. Bis dato haben mehr als 22.427 Bedienstete diese E-Learning-Schulung mit Zertifikat abgeschlossen.

E-Learning-Center: 22.427 Bedienstete nahmen bisher die Schulung zu "Hate Crime" in Anspruch.
Foto: ©  BMI
Seit vergangenem Jahr protokolliert die Polizei "Hate Crime" auch als Motiv bei Straftaten.
Foto: ©  BMI

Artikel Nr: 18442 vom Dienstag, 9. Februar 2021, 12:53 Uhr
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